Sanduhr (Countdown) - Teil des Systems

TEST - Diplom- und Meisterschülerausstellung der KHB, Berlin 2010

 

The device is constructed to scuff; the cogwheels made frow sandstone are subject to regular wear and tear. The gear has a transmission ratio of 1/1.

 

Through friction between both sandstones, the system uses itself up and, in the course of its operation, produces sand and dust. Based on the imagery of an hourglass, the falling particles become the self-initiated countdown of the machine's shakedown all the way to its own wastage.

 

Sandstone, Metal, Polyurethane, Motor (12V)

190 x 50 x 80 cm                            

2010                                 (Video to be uploaded soon)

 

"Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet! Seid unbequem, seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt!" 

                                                                    - Auszug aus Günter Eich: Träume (1950)

 

Sanduhr (Countdown)

Berlin - 2010; 180x70x50 cm;

Fränkischer Natursandstein, Polyurethan, Stahl, Motor (12V)

 

Die Maschine wurde erstmals als Diplomarbeit gezeigt. Sie betreibt eine sehr reduzierte, nicht an einem bestimmten Zweck orientierte Form der Arbeit. Der Motor treibt über ein Zahnrad aus Sandstein ein weiteres, ebenso großes Zahnrad aus Sandstein an. Dieses Material, im Zentrum der Maschine, bedient sowohl die Funktionalität des Systems, als auch das Klischee welches in der breiteren Öffentlichkeit bezüglich von Bildhauern verwendeten Materialien vorherrscht.

 

Aufgrund der Reibung zwischen den Zahnrädern entsteht Abrieb: Im Laufe der Zeit rieselt Sand, schwebt Staub zu Boden. Das Objekt verbreitet sich im Raum und löst somit sein Versprechen als kinetisches Kunstobjekt, im Sinne der Maschinenkunst konstruktivistischer Kinetiker, ein. Gleichzeitig nähert es sich dadurch allmählich dem Ende seiner Funktionsfähigkeit. Der rieselnde Sand, als bekanntes Symbol von vergehender Zeit, wird zum Countdown der funktionierenden Maschine hin zu ihrer eigenen Untüchtigkeit und manifestiert, wenn auch auf mikroskopischer Ebene, die Existenz der Maschine im Galerieraum über den Zeitrahmen der Ausstellung hinaus.

 

Sablier (décompteur)

 Berlin 2010; 180x70x50 cm;

Grès naturel, polyurethan, acier, moteur (12V)

 

Autour d’un système d’engrenage simple, cet objet effectue une tâche non-utilitaire. Un moteur fait tourner une roue dentée en grès à travers une autre roue dentée identique. A cause du frottement entres les pignons, les crans s’abrasent et passent de pierre en sable. En ruisselant à terre, l’objet se disperse dans l’espace et matérialise sa promesse d’objet cinétique (expansion dans l’espace et dans le temps). Parallèlement l’installation se rapproche de la fin de son fonctionnement.

 

Le grès ne trouve guère l’emploi dans la construction mécanique, et quoiqu’il soit un des matériaux  les plus anciens de sculpture, est très rarement utilisé dans celui des installations contemporaines. Le sable coulant, pourtant symbole inchangeable et indémodable, devient l’image du  compte à rebours de l’installation. La transformation de l’appareil en état de marche jusqu’à son dysfonctionnement se manifeste dans la salle d’exposition au-delà de la durée de l’exposition, ne serait-ce que en plan microscopique.